Injektoren und Hochdruckpumpen sind Bauteile, die ausschließlich für den Einbau durch Fachpersonal bestimmt sind!

Bedingungen für die Montage von Injektoren und Hochdruckpumpen
BITTE SORGFÄLTIG LESEN

Injektoren und Hochdruckpumpen sind Präzisionsteile, die ausschließlich für den fachgerechten Einbau bestimmt sind.
Die Nichteinhaltung der nachstehend aufgeführten Montageverfahren und Bedingungen kann zur Beschädigung des Teils führen und ein Grund für die Ablehnung einer Reklamation sein, insbesondere in Fällen von Verunreinigung des Kraftstoffsystems, unsachgemäßer Montage oder Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Verfahren.

1) Fachgerechte Montage – verbindlicher Standard

Die Montage muss von einer qualifizierten Werkstatt mit entsprechender Ausstattung und Diagnosetechnik durchgeführt werden.

Die Herstellervorgaben müssen eingehalten werden (Anzugsdrehmomente, Reihenfolge der Arbeitsschritte, Sauberkeit, Codierung usw.).

Nach der Montage muss eine Dichtigkeitsprüfung sowie eine Funktionskontrolle mittels Diagnosesystem durchgeführt werden.

2) Sauberkeit des Kraftstoffsystems – zentrale Voraussetzung

Die häufigste Ursache für Schäden an instandgesetzten sowie neuen Teilen ist ein verunreinigtes Kraftstoffsystem (Metallabrieb, Wasser, Schmutz).
Vor der Montage muss die Werkstatt prüfen und sicherstellen, dass das System sauber und technisch einwandfrei ist.

Empfohlenes Minimum (nachweisbar zu dokumentierende Schritte)

Für einen störungsfreien Betrieb und zur Beurteilung von Reklamationen empfehlen wir, und verlangen in der Praxis häufig einen nachvollziehbaren Nachweis darüber, dass mindestens folgende Schritte oder deren gleichwertige Maßnahmen durchgeführt wurden:

Reinigung des Kraftstofftanks (gegebenenfalls Kontrolle auf Abrieb / Wasser).

Reinigung aller Kraftstoffleitungen / Spülung des gesamten Systems.

Neuer Kraftstofffilter – wir empfehlen ausschließlich einen Filter in OEM-Qualität.

Reinigung der Rail-Leiste einschließlich der Anschlüsse (sowie Kontrolle einer Kraftstoffprobe hinter dem Filter).

Kontrolle der Förderpumpe (elektrische Kraftstoffpumpe) – gegebenenfalls Austausch, wenn sie defekt / kontaminiert ist.

Prüfung der Hochdruckpumpe in einem Fachbetrieb für Dieselsysteme (insbesondere bei Verdacht auf Metallabrieb).

Vollständige Entlüftung des Kraftstoffsystems.

Eintragung der Kalibriercodes der Injektoren in das Steuergerät (falls vom System erforderlich).

Grundeinstellung / Adaption je nach Systemtyp (z. B. Dosiereinheit der Pumpe, Kraftstoffdrucksensor, Druckregelventil).

Wichtig: Es reicht nicht aus, „nur die Injektoren auszutauschen“. Befinden sich Metallabrieb oder Schmutz im System, können diese ein neues bzw. instandgesetztes Teil sofort oder kurz nach der Montage beschädigen.

3) Codierung / Kalibrierung und Diagnose nach der Montage

Bei vielen Systemen müssen nach der Montage folgende Arbeiten durchgeführt werden:

Codierung/Kalibrierung der Injektoren (z. B. IMA/ISA usw. je nach Typ),

Löschen der Fehlercodes und Kontrolle der Live-Daten,

Kontrolle der Korrekturwerte, Drücke und Rücklaufmengen (je nach Systemtyp).

Die Nichtdurchführung dieser Schritte kann zu einem schlechten Motorlauf führen und die Beurteilung einer Reklamation wesentlich beeinflussen.

4) Voraussetzungen für die Annahme einer Reklamation (administrativ)

Voraussetzung für die Annahme einer Reklamation ist ein vollständig ausgefülltes Reklamationsprotokoll.

Entstehen im Zusammenhang mit der Reklamation zusätzliche Kosten, muss der entsprechende Beleg bereits am Tag der Einreichung der Reklamation dem Reklamationsprotokoll beigefügt werden. Später nachgereichte Kosten können nicht rückwirkend geltend gemacht werden.

5) Was bei einer Reklamation vorzulegen ist

Zur Beurteilung einer Reklamation sind insbesondere folgende Unterlagen erforderlich:

Rechnung / Arbeitsauftrag mit Auflistung der durchgeführten Arbeiten als Nachweis einer fachgerechten Montage und der Einhaltung der vorgeschriebenen Verfahren (einschließlich der damit verbundenen Arbeiten am Kraftstoffsystem).

Je nach Art des Fehlers können außerdem angefordert werden:

Protokoll / Ausdruck aus der Diagnose (Codierung, Fehler, Korrekturwerte),

Nachweis über den Austausch des Kraftstofffilters,

Beschreibung der durchgeführten Reinigung / Spülung des Systems,

Informationen über den Zustand und die Prüfung der Pumpe sowie der übrigen Komponenten.

6) Beurteilung der Reklamation und fachtechnische Prüfung (einschließlich Hersteller)

Bei technisch anspruchsvolleren Fällen, insbesondere bei Neuteilen, behalten wir uns das Recht vor, eine fachliche Beurteilung auch außerhalb unseres Betriebs durchführen zu lassen, einschließlich einer Begutachtung durch den Hersteller / eine autorisierte Fachstelle.

Über den Verlauf und die erforderlichen Schritte werden wir Sie informieren.

Die Fristen für die Bearbeitung von Reklamationen richten sich nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften; sollte für die fachliche Beurteilung ein längerer Zeitraum erforderlich sein, werden wir Sie kontaktieren und das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmen.

7) Ergänzende Erläuterung (warum wir darauf bestehen)

Dieses Informationsmaterial wurde erstellt, um darauf hinzuweisen, dass es nicht nur um den Austausch eines Teils geht, sondern um den Zustand des gesamten Kraftstoffsystems.
Die Fotodokumentation (Galerie) kann reale Beispiele für Schäden an Pumpen und deren Bauteilen, Metallabrieb im Kraftstofftank sowie Kraftstoffverunreinigungen in der Rail-Leiste enthalten (d. h. hinter dem Filter, unmittelbar vor dem Eintritt in die Injektoren), die Injektoren wiederholt beschädigen.

%s ...
%s
%image %title %code %s
%s